Work and travel in Australien - west coast

Go Western Australia

western_australiaWestern Australia – von der Maus bis zum Känguru

Die Reise geht weiter in den Westen! Nachdem wir vom Flinders Ranges National Park abgereist sind, fuhren wir einige Kilometer auf dem Eyre Highway entlang. Tagsüber fuhren Sabrina und Jonathan und in der Nacht fuhr ich weiter, da ich den ganzen Tag im Auto geschlafen habe. Nachts musste man nur aufpassen, dass man keine Kängurus oder Kamele auf der Straße überfährt. Kurven gab es keine, die Straßen liefen ewig geradeaus. Einen Schlafstop hatten wir im Nullabor National Park, wo wir uns alle im Auto einzwängten, da wir für´s Zelt aufbauen schon zu müde waren.

Als wir am Vormittag die Grenze Süd/West erreichten, mussten wir alle Lebensmittel aufessen und entsorgen, da man nichts in den Westen mitnehmen darf. Die haben wohl Angst, dass man unerwünschte Keime einschleppt. Vor der Grenze sind Sabrina und Eva alleine mit dem Van durchgefahren und Jonathan und ich sind zu Fuß durchmarschiert. Wir haben ein kleines Platzproblem im Fahrzeug, was beim Grenzübergang nicht ganz so gut ankommen würde. 500 Meter weiter sind wir wieder mit aufgesprungen und auf der Eyre Highway weitergefahren.

Endlich angekommen in Esperance haben wir Lebensmittel für die nächsten Tage gekauft. Im Shoppingcenter ging ich zu einen Telefonshop und versucht mein Handyproblem zu lösen. Ich hatte auf meinem iPhone einen Simlock drauf, weshalb ich es in Australien nicht nutzen konnte. Strom und Internet hatte ich die letzten Tage auch nicht. Die Handyläden, die ich vorher abklapperte, wollten mir mit einem deutschen Handy nicht weiterhelfen. Jetzt war ich auf eine gestresste Frau im Handyshop gestoßen. Nun versuchte ich es wie die überaus freundlichen Australier zu Beginn mit einem „Hello, how are you?“ und ging den Weg anders als bei den bisherigen Handyshops. Ich sagte ihr, ich möchte eine Handykarte kaufen, aber sie muss mir vorher weiterhelfen, bzw. mich ins Internet lassen. Sie murmelte irgendwas dahin, nahm sich aber doch die Zeit. Jackpot!

Problem gelöst und auf ging es in den Cape Le Grand National Park. Es erwartete uns eine Felsenküste mit einem wunderschönen naturbelassenen weißen Sandstrand. Unser Camp schlugen wir im Lucky Bay auf. Neben uns waren auch noch andere Camper aus Deutschland, Frankreich und Australien die wir kennen lernten. Ein netter Familienvater aus Perth mit seinen zwei Töchtern halfen mir zusammen mit Sabrina meinen Lebenslauf für die zukünftigen Bewerbungen zu erstellen. Der Familienvater arbeitet in Perth in einer Mine und war auch für´s Personal zuständig. Einen Job hatte er für mich keinen, aber die Bewerbung hatte er gut unter die Lupe genommen.

Am Camp mussten wir unsere Lebensmittel immer gut im Van verstauen, damit sich die zutraulichen Kängurus nicht den Bauch oder Beutel vollstopften. Am Strand gingen wir alle zusammen schnorcheln und sahen uns die „Unterwasserwelt“ an. Für Eva und mich war das alles neu und ziemlich aufregend. Erste Entdeckungen waren ein zebragemusterter Fisch und zwei Seesterne. Sonst waren noch viele kleine Fische unterwegs. Vor Anbruch der Dunkelheit, also so gegen 7 Uhr gingen Eva und ich an den 2 Tagen immer am kilometerlangen Strand joggen. Morgens wanderten wir auf den Felsbergen und besichtigten die traumhafte Aussicht.

Nach dem Wochenende ging die Reise weiter nach Albany. Dort campten wir auf einen mit Bäumen überdachten Park am Strand. Wir lernten dort einen französischen, zwei italienische und drei deutsche Work and Travler kennen, mit denen wir abends lange zusammensaßen. Schön langsam klappt es besser mit meinem Englisch. Am zweiten Tag in Albany hatten wir angefressenes Toast und angenagtes Obst im Auto. Oh je, wir hatten eine Maus im Auto und dass schon ein paar Tage.. Die Mäusefalle schnappte zum Glück am nächsten Tag zu und die Maus wurde würdevoll entsorgt.

Nach den zwei Nächten fuhren wir weiter nach Walpole. An diesem Tag hatten wir starkes Gewitter und viel Regen. Eva und ich habe dann erstmals in ein Hostel eingecheckt. Es war die erste Nacht in Australien, die wir nicht auf dem Boden verbrachten. War zwar bequem, aber komisch. Tagsüber sind wir 4 zusammen durch das Valley of the Giants gefahren. Ein Wald mit bis zu 60 Meter hohen Karri- und Red-Tingle-Bäumen, die dicht nebeneinander stehen. Dort sind wir in den Tree Top Walk gegangen, eine luftige hoher Rundweg, der in 38 m Höhe in den Baumkronen erbaut wurde. Ähnliches hatte ich schon einmal im Baumwipfelpfad im bayerischen Wald gesehen. Doch die Bäume sind hier um einiges höher! Anschließend sind wir im William Bay National Park am Meer Wellenspringen gegangen. Durch den starken Wind türmten sich große Wellen im Meer auf, die uns immer wieder zurück in den Rand schmissen. Aktion pur!

Den zweiten Tag verbrachten wir im Walepool Nationalpark – Greens Pool und sind von den Felsen ins Wasser gesprungen und haben uns von den starken Strömungen Über- und Unterwasser treiben lassen. Beim Rückweg ins Auto besichtigten wir noch die Elephant Rocks, riesige Felsen die wie Elefantenköpfe wirken.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Magaret River, eines beliebten Surf- und Schnorchelortes. Fortsetzung folgt..

Bilder zu Western Australia findet ihr unter: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.157081187782935.33909.144116469079407&type=3

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