Ostküstenfinale – Surfers Paradise bis nach Cairns

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Faser Island, Segeltour und Weihnachten unter Wasser

Surfers Paradise

Nach unserem einwöchigen Aufenthalt in Byron Bay ging´s weiter nach Surfers Paradise. Chaos Pur. Denn zu dieser Zeit war Schoolieszeit – die Abschlussfeier der jungen Australier. Alle aus naher und ferner Umgebung reisten zu diesem Wochenende nach Surfers Paradiese. Es war eine Mischung aus Ballermann 6 und Spring Break, aber halt leider nur mit sehr jungen Schülern. In Australien ist ja Alkohol auf der Straße strengstens untersagt, aber so viele betrunkene Teenager hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Mit Janina, Caro, Tatjana, Marco (aus Byron Bay der zufällig auch die gleiche Tour mitreiste) und noch zwei neuen Zimmerkollegen machten wir uns abends auf den Weg zum Strand. Hier habe ich mich noch mit Natascha getroffen, die ich in Sydney kennenlernte und die zufällig hier in der Gegend arbeitete. So riesig wie Australien auch erscheint, irgendwie trifft man sich doch immer wieder.

Brisbane

In der drittgrößten Stadt Australiens hielten wir uns ein paar Tage im Zentrum auf. Wir gingen abends weg uns sahen uns eine Karaoke-Rockband an, mit der auch Janina und Tatjana ihr Bestes gaben. Nachmittags spazierten wir am Ufer des Brisbane Rivers, besichtigten den Botanical Garden und relaxten in South Bank, wo sich ein künstlich angelegter Stadtstrand befindet. In der Hosteldisco haben wir unsere Abende ausklingen lassen.

Noosa

In dem beliebten Ferienort Noosa waren wir zwei Nächte und nutzen den Tag mit einer Wanderung durch den Nationalpark. Das Gebiet zählt zu einem der ältesten Naturreservate Australiens. Bis auf einen Lizzard haben wir keine außergewöhnlichen Tiere gesehen. Im Hostel war auch wieder das englische Pärchen Sara und James, welches wir in Coffs Harbour, Byron Bay und Surfers Paradise getroffen haben. Irgendwie trifft man an der Ostküste eh immer die gleichen Leute.

Rainbow Beach

In Rainbow Beach waren wir nur eine Nacht, in „Pippies Beachhouse“. Dort hatte es leider den ganzen Tag nur geregnet, so dass wir uns den Strand nur kurz ansehen konnten und die meiste Zeit im Hostel verbrachten.

Hervey Bay – Fraser Island

Jetzt ging´s endlich los mit unserer ersten gebuchten Tour. Mit einer Gruppe von etwa 27 Backpackern ging es mit 5 Geländewägen von Hervey Bay aus mit der Fähre nach Fraser Island. Die Insel ist mit ihren 172.000 Hektar die größte Sandinsel der Welt. Straßen und Wege bestehen komplett aus Sand. Auf der Insel plantschten wir im Lake McKenzie und ließen uns im Eli Creek treiben, besichtigten das Maheno Schiffswrack, waren am Aussichtsplatz am Indian Head und campten 2 Nächte am Strand. Mit dem Fahren der Geländewagen wechselten wir uns ab, so dass jeder durch die Sandstraßen rennen konnte. Es war schon aufregend direkt neben dem rauschenden Meer am Strand zu fahren. Mit unserem Wagen blieben wir zwei-dreimal stecken und der Hinterreifen hatte einen Platten, sodass wir am Strand Reifenwechseln mussten. Unsere Autopannen hatten wir immer, wenn unsere französischen Freunde am Steuer saßen. 🙂
Abends saßen wir alle zusammen, bereiteten Essen zu und spielten ein paar Trinkspiele. Unser Essen mussten wir immer vorsorglich im Geländewagen verstauen, da Abends Dingos am Gelände umherschlichen. Ein deutsches Mädchen hatte ihr Essen draußen vergessen, welches am nächsten Tag weg war, da es von Dingos gefressen wurde. Dingos sind in der Regel harmlos, letzter bekannter Todesfall durch einen Dingo ist etwa 8-10 Jahre her.

Meinen schönsten Sternenhimmel sah ich auf Fraser Island. Wir alle lagen nachts am Strand und bewunderten den wunderschönen Himmel. Rings herum nichts als Meer, Sand, Pflanzen und im Sand liegende Backpacker.

Nach der Fraser Tour reiste Tatjana, Janinas Freundin zurück nach Sydney um ihre Reise nach Neuseeland antreten zu können.

In Agnes Water, Gladstone und Rockhampton waren Janina und ich jeweils 2, 3 Nächte. Hier haben wir viel Zeit mit den weiteren Buchungen für die nächsten Wochen verplempert, waren oft am Strand und sind im Pool geschwommen. Im Meer ist es an der oberen Ostküste wegen den Quallen etwas unangenehm. Je höher wir in den Norden reisen, umso gefährlicher werden die Tiere und umso tropischer das Klima. Jetzt ist Sommer und im Norden Australiens bedeutet Sommer zugleich Regenzeit.

Airlie Beach – Whitsunday Island

2 Tage und 2 Nächte waren wir auf der Avatar. Ein großes Segelschiff mit der wir auf dem Great Barrier Reef eine wunderschöne Zeit erlebten. An verschiedenen Buchten machten wir Stopps, sprangen ins Wasser und erkundeten mit der Schnorchelausrüstung die Unterwasserwelt. Von bunten kleinen und großen Fischen, Korallen und Schildkröten war alles dabei – inklusive Nemo. Mit dem Motorboot ging es am zweiten Tag auf eine Insel und wir wanderten zum Whitehaven Beach, einem der schönsten Strände der Welt. Mit auf dem Boot waren auch wieder Sara und James, das englische Pärchen, welches wir auf den verschiedensten Stopps an der Ostküste immer wieder treffen.

Magnetic Island – Horseshoe Bay

Mit Janina machte ich mich mit dem Bus auf dem Weg nach Townsville. Dort nahmen wir die Fähre nach Magnetic Island, einer kleinen Insel die nur 8 km entfernt liegt. Auf der Insel leben etwa 2.500 Einwohner und viele pendeln täglich zwischen ihrem Wohnsitz auf der Insel und der nahe gelegenen Stadt Townsville. Unser Hostel befand sich in Horseshoe Bay, das einem kleinen Buschcamp glich. Unser Zimmer war eine große Blockhütte mit eigenem Badezimmer. Die Anlage hatte einen Barbetrieb, einen schönen Pool, einen Campingplatz und eine Buschküche. Am Vormittag machten wir uns zu Fuß zu dem Wanderweg „The Forts“ auf. Der Fußweg war recht anstrengend wegen der heißen und drückenden Sonne, doch die Aussicht an der Küstenspitze hatte sich gelohnt. Auf dem halben Rückweg blieb auf der Steinstraße ein Auto stehen und der Fahrer bot uns eine eine Abkühlung an. Seine Begleiterin überreichte uns eisgekühlten Orangensaft in Bechern. So etwas passiert uns nur in Australien. Für uns war es wie eine Fata Morgana.

Als wir auf einer Sitzbank kurz pausierten, erzählte uns ein älterer Mann, dass er vorher einen Koala gesehen hatte. Janina hatte bisher noch nie einen Koala gesehen. Das wollten wir uns dann nicht entgehen lassen. Er beschrieb uns den Weg und meinte, nach etwa 200 Metern würden wir ihn auf einem Baum sitzend finden. Er meinte es könnten aber auch 400 Meter Weg sein. Nach etwa 200 Metern – nichts. Nach 400 Metern – nichts. Nach etwa einem Kilometer gaben wir schon fast wieder auf. Doch endlich sahen wir etwas hellgraues am Baum – ein kleiner Koalabär. Naja er zeigte uns eigentlich nur sein Hinterteil, aber es war Janinas erster Koala.

In der zweiten Nacht machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zur anderen Seite der Insel – Picnick Bay. Dort gingen wir auf einen längeren Steg und hatten einen hervorragenden Ausblick auf den Sonnenuntergang. Auf dem Steg trafen wir auf einen Angler der uns ein paar Geschichten aus der Umgebung erzählte.

Mission Beach

Jetzt ging es in den tropischen Regenwald und unser Hostel war mittendrin. Eine schönes Hostel, wieder mit eigenem Pool, großer Terrasse und sauberen Zimmern, dass war unsere Unterkunft für 3 Nächte. Am zweiten Tag machten wir uns auf eine kleine Bergwanderung im Regenwald. Viel Regen, viel Grün, viele Tierchen und schöne Urwaldgeräusche machten die Tour besonders. An unserem letzten Abend in Mission Beach gab es im Hostel free Wine. Wein soviel wir wollten und konnten. An diesem Abend war ich wieder froh, dass ich im Hochbett oben schlief – zu recht. Auch das englische Pärchen Sara und James waren wieder mit von der Partie. Super!

Cairns

Cairns, die letzte Station unserer Osteküsten-Busreise. Mit Janina und Carola ging´s am 24. Dezember um halb 8 Uhr morgens zum Hafen. Mein erster Tauchgang stand bevor. Dort fuhren wir mit dem Schiff und etwa 100 Leuten raus auf das Great Barrier Reef. Nach kurzer Einführung und Gruppenaufteilung warteten wir auf unseren Tauchgang. Etwas mulmig war mir schon zumute, als mir kurz davor noch ein paar Tauchstories erzählt wurden. Doch als wir ins Wasser sprangen und zu viert abtauchten, waren alle Befürchtungen schnell verflogen. Meter für Meter ging es tiefer hinab ins Meer. Ein großer Fisch kam auf uns zu den wir anfassen konnten. Ein bisschen ums Schiff herum, rauf und runter und schon waren die gefühlten 5 Minuten, in Echtzeit 25 Minuten wieder um. An dem nächsten Spot, zu dem wir mit dem Schiff fuhren, sprangen wir ins Meer und schnorchelten rundherum. Bei meinem zweiten Schnorchelgang dauerte es keine Minute und schräg unter mir schwamm in etwa 10-12 Metern Tiefe ein 1-2 Meter kleiner Hai vorbei. Den musste ich jetzt nicht unbedingt sehen, aber laut Tourguide harmlos. Auf dem Schiff gab´s anschließend noch ein leckeres Mittagsbuffet und Nachmittags frische Früchte, Kaffee, Käse und Wein.

Nach unserem Taucherlebnis war ich mit Janina abends beim Inder essen und wir zelebrierten unser eigenes Weihnachten ohne Familie. Danach ging es noch in unsere Hostel eigene Disco, in der wir mit unserem befreundeten englischen Pärchen, Bekannten aus Mission Beach und einem deutschen Freund, den wir beim Tauchen kennen gelernt hatten, Weihachten feierten.

Jetzt ist die Zeit gekommen und Janina´s und meine Wege trennen sich wieder. Janina fährt morgen 2 Tage lang mit dem Bus nach Sydney um dort Silvester zu feiern. Mein Flieger geht heute Abend nach Brisbane, wo mich Issam am Flughafen abholt. Mit Issam war ich vor über einem halben Jahr in Perth unterwegs und wir haben ausgemacht, dass wir uns wieder treffen, wenn wir mit unseren Farmjobs soweit fertig sind. Für sein 2tes Visum benötigt er noch ein paar Farmwochen. Jetzt haben wir uns ein Auto für eine Woche gemietet und fahren nach Byron Bay um dort Silvester zu feiern.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr 2014!!

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