Work and travel in Australien - Perth

I need a dollar – Jobsuche mal anders

Perth - Western Australia

… und Start in ein dirty Hostelleben

In Perth habe ich mich erst mal in einem versifften dreckigen Hostel für die ersten 5 Nächte eingemietet. Momentan ist es schwierig, in Perth ein Hostelbett zu bekommen. In dem 6-Bettzimmer in dem ich schlafe, waren letzte Woche noch Bettwanzen drin. Jetzt wurde das Zimmer angeblich besser gereinigt. Die Toilette im Gang hatte kein Waschbecken, es wurde raus gerissen und nicht mehr installiert. Die Küche – na habe dere… Der Van in dem ich die letzten Wochen mitgereist war, war besser ausgestattet.

Am nächsten Tag hatte ich mein Probearbeiten in einem Café im Zentrum. Soweit ist alles gut gelaufen. Ich musste die Getränke zu den Gästen bringen, Tische abräumen und sauber halten. Es gab verschiedenste Cafévarianten, über die mich Sabrina davor noch informierte. Die Tischnummern variierten jedes mal beim Wechseln der Kunden. Tisch 35 war nach 10 Minuten wieder Nummer 20, usw. Die Chefin und Mitarbeiter waren alle sehr nett und ganz cool drauf. Nach den zwei Stunden sagte mir aber die Chefin, sie hatte heute morgen schon einen gelernten Restaurantangestellten zum Probearbeiten und dieser wird eingestellt. Ich soll den Kopf nicht hängen lassen und es in anderen Cafés versuchen. Geld gab es dafür auch nicht. Na sauber.. jetzt habe ich Ihnen über die Mittagszeit umsonst geholfen und meine Suche geht weiter. Was habe ich daraus gelernt? Ich kann mich ab jetzt als „Barhand“ bewerben und deshalb mein Lebenslauf noch etwas ausgeschmückt. 🙂

Am nächsten Tag ging ich zu einem Jobcenter, das mir ein Backpacker aus Italien empfohlen hatte. Ich sollte mich schon eine Zeitlang vor den Beginn dort anstellen, da die Warteschlange immer sehr lang sei. Ich ging also statt 10 Uhr schon um halb 9 Uhr hin und wartete auf der Sitzbank davor. Dabei lernte ich eine Backpackerin aus Italien kennen, mit der ich mich recht gut unterhalten konnte. Dabei verging so viel Zeit, das wir nach einer Stunde die Warteschlange hinter uns nicht bemerkten. Mist. Jetzt mussten wir uns wieder hinten anstellen. Als das Jobcenter öffnete war nur eine junge Angestellte da und organisierte alles. Erst hatte sie alle Jobangebote vorgetragen, wie zum Beispiel Gabelstaplerfahrer, gelernte Hotelfachläute, gelernte Köche, usw. Danach musste jeder zum Interview, um seine Daten abzugeben und Qualifikationen zu nennen. Ich bin dann nach 6 Stunden Wartezeit dran gekommen. Während der lange Wartezeit bin ich mit der Italienerin noch in ein anderes Jobcenter gelaufen und haben da unsere Daten hinterlassen.

Am Abend habe ich nochmal meine restlichen Lebensläufe genommen und hab einige Hotels die Straßen entlang abgeklappert und mich dort vorgestellt. Bei einigen musste ich einen 4-6 seitigen Fragebogen ausfüllen. Naja, gemeldet hat sich bisher noch keiner.

Am nächsten Tag hatte ich ein Mädchen aus Dänemark durch Zufall in meinen Hostel getroffen, die ich zwei Tage vorher schon mal auf der Straße und in einem Hotel während der Jobsuche sah und ansprach. Sie kam erst von ihrer Neuseelandreise und hält sich hier auch ein paar Tage auf. Alle Hostels waren ausgebucht und sie musste für eine Nacht im Hostel über 170 Doller zahlen.
Am Abend waren wir gemeinsam einkaufen und kochen – Nudeln mit Gemüse und Tomatensauce. Später hatte ich mich noch mit Eva, Sabrina und Jonathan in der Stadt auf einen Drink getroffen. Das Bier kostete 8 Doller und schmeckte nicht so gut wie in den Outback-Pup. Ein Bier für 8 Doller werde ich mir sobald nicht mehr gönnen..

Am Samstag morgen hatte ich mich mit dem Geburtstagskind Eva, Sabrina und Jonathan im Park nochmal getroffen. Sie hatten jetzt endlich ihren Van verkauft und machten diesen noch zur Übergabe fertig. Von Eva habe ich mich noch verabschiedet, da sie in ein paar Tagen wieder nach Deutschland zurück reist. Mit meinen Eltern und zwei Freunden habe ich Abends auch zum ersten Mal nach Deutschland heim geskypet.

Am Sonntag Nachmittag habe ich mir ein neues Hostel gesucht und für die nächsten Tage reserviert. Am kommenden Montag, den australischen Arbeiterfeiertag zieh ich ins neue Hostel um. Die letzte Nacht im alten Hostel war etwas eklig. Ich bin nachts aufgewacht, da ein Krabbeltier (Spinne oder Käfer) auf meinem Gesicht saß. Tagsüber hatte ich eine Bettwanze entdeckt und zerdrückt. Jetzt versteh ich, warum sich alle in meinem Zimmer die ganze Zeit kratzen. Als Bettwäsche nehm ich weiterhin meinen Schlafsack, da die Bettwäsche hier dreckig und blutverschmiert ist. Ich freue mich auf mein neues Hostel!! Arbeitsmäßig war ich heute nicht aktiv. Mein italienischer Mitbewohner der den ganzen Tag Pizza ausfährt, gab mir aber noch ein paar Tipps, wo jemand für die Küche gesucht wird. Mit einem Koreaner, der schon seit drei Wochen einen Job sucht, habe ich für kommende Woche was ausgemacht, dass wir uns in einer Fabrik für irgendeinen Job vorstellen. Da bin ich ja mal gespannt. Fortsetzung folgt…

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